1(Ein Lied, ein Psalm 624von den Söhnen Korahs; dem Vorsänger, nach Machalat Leannoth 625; ein Maskil 626, von Heman, dem Esrachiter.)
2HERR, Gott meiner Rettung! Des Tages habe ich geschrien 627und des Nachts vor dir.
3Es komme vor dich mein Gebet! Neige dein Ohr zu meinem Schreien!
4Denn satt ist meine Seele von Leiden, und mein Leben ist nahe am Scheol 628.
5Ich bin gerechnet zu denen 629, die in die Grube hinabfahren; ich bin wie ein Mann, der keine Kraft hat;
6unter den Toten hingestreckt, gleich Erschlagenen, die im Grab liegen, derer du nicht mehr gedenkst; denn sie sind von deiner Hand 630abgeschnitten.
7Du hast mich in die tiefste Grube gelegt, in Finsternisse, in Tiefen.
8Auf mir liegt schwer dein Grimm, und mit allen deinen Wellen hast du mich niedergedrückt. (Sela.)
9Meine Bekannten 631hast du von mir entfernt, hast mich ihnen zum Gräuel gesetzt; ich bin eingeschlossen und kann nicht herauskommen.
10Mein Auge verschmachtet vor Elend; zu dir, HERR, habe ich jeden Tag gerufen, zu dir habe ich meine Hände ausgebreitet.
11Wirst du an den Toten Wunder tun? Oder werden die Schatten 632aufstehen, dich preisen? (Sela.)
12Wird deine Güte erzählt werden im Grab, im Abgrund 633deine Treue?
13Werden in der Finsternis bekannt werden deine Wunder, und deine Gerechtigkeit in dem Land der Vergessenheit?
14Ich aber, HERR, schreie zu dir, und am Morgen kommt mein Gebet dir zuvor 634.
15Warum, HERR, verwirfst du meine Seele, verbirgst dein Angesicht vor mir?
16Elend bin ich und verscheidend von Jugend auf; ich trage deine Schrecken, bin verwirrt 635.
17Deine Zorngluten sind über mich hingegangen, deine Schrecknisse haben mich vernichtet.
18Sie haben mich umringt wie Wasser den ganzen Tag, sie haben mich umgeben allesamt.
19Freund und Gefährten hast du von mir entfernt; meine Bekannten sind Finsternis.
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