"Kommt zu mir, alle, die ihr müde und beladen seid, und ich will euch Ruhe geben." Matthäus 11,28
Dieses Versprechen Jesu klingt mit besonderer Kraft bei denen nach, die nach einer Phase der Abkehr zurück zur Kirche, zu diesem geistlichen Stall, den sie einst ihr Zuhause nannten, zurückkehren wollen. Doch was ein freudiger Rückkehr sein sollte, ein Wiedersehen mit der Glaubensfamilie, wird oft zu einer Reise voller Hindernisse, ein mit Zweifeln und Ängsten gepflasterter Weg.
Die Gründe des inneren Exils
Wie Schafe, die aus der Herde abdriften, sind die Gründe für die Abkehr vielfältig und komplex. Für manche hat der rasante Rhythmus des modernen Lebens, mit seinen beruflichen und familiären Anforderungen, ein Netz von Ablenkungen gesponnen, das sie unmerklich vom Weg entfernte. Andere, verletzt durch negative Erfahrungen innerhalb der Kirche – ein strenges Urteil, fehlende Unterstützung in schwierigen Momenten oder das Gefühl, nicht dazuzugehören – bewahren im Herzen die Bitterkeit der Entfremdung.
Die Angst, wie ein langer Schatten, liegt ebenfalls über der Schwelle der Rückkehr. Angst vor dem Urteil anderer, Angst, nicht verstanden zu werden, Angst, den Erwartungen – realen oder imaginären – die die Kirche projiziert, nicht gerecht zu werden. Und in vielen Fällen werden Schuld und Scham zu unsichtbaren Ketten, die die Füße fesseln und dem Ohr die Lüge zuflüstern, dass es keinen Platz mehr für sie im Haus des Vaters gibt.
Ein Weg der Wiederherstellung
Denn die Kirche, als Spiegel des Herzens Gottes, ist ein Ort der Vergebung und Wiederherstellung. Sie ist das Krankenhaus der Seele, wo Wunden Balsam finden, wo Gnade im Überfluss fließt und die bedingungslose Liebe sich an alle erstreckt, ungeachtet ihrer Vergangenheit. Das Verlangen zurückzukehren, diese Flamme, die noch im Herzen brennt, ist der Same der Hoffnung, den Gott selbst gesät hat.
Schritte zur Versöhnung:
- Die Essenz erinnern: Die Kirche ist kein Gebäude noch ein Regelwerk, sondern der Leib Christi, eine Gemeinschaft von Gläubigen, vereint durch die Liebe zu Gott und zum Nächsten.
- Um Führung beten: Die Leitung des Heiligen Geistes suchen, um den Rückweg zu finden und die Kraft, die Hindernisse zu überwinden.
- Mit Demut nähern: Die eigenen Fehler erkennen und die Notwendigkeit der Vergebung, sowohl von Gott als auch von denen, die man möglicherweise verletzt hat.
- Unterstützung suchen: Auf einen Pastor, einen Leiter oder einen Glaubensbruder vertrauen, um die Kämpfe zu teilen und Begleitung im Rückkehrprozess zu erhalten.
- Vergeben: Das Herz von Groll und Bitterkeit gegenüber denen befreien, die möglicherweise Schmerz verursacht haben.
Der Rückweg kann beschwerlich sein, doch die Belohnung ist unbezahlbar. Das Versprechen Jesu bleibt gültig: "Ich will euch Ruhe geben". Lass nicht zu, dass Angst oder Scham dich davon abhalten, deinen Platz in der Familie Gottes wiederzufinden. Er wartet mit offenen Armen. Der Schwellenwert der Rückkehr: Wenn der Weg nach Hause von Dornen gesäumt ist





